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Das Skript ist geschrieben, was nun?

August 31, 2017

Nachdem das Skript im Januar 2017 einen lesbaren Zustand erreichte, stürzte ich mich in die Suche nach einem Agenten, die/der mir helfen sollte, einen Verlag von meinem Meisterwerk zu begeistern.
Fragt Ihr Euch nun, wie ich den Entschluss fasste, das Skript veröffentlichen zu wollen, obwohl mein ursprüngliches Ziel ein lesbares Skript zu schreiben bereits erreicht war?
Unglaublich, aber nach zweieinhalb Jahren Arbeit mit einem scheinbar brauchbaren Dokument in den Händen erklomm die Euphorie darüber, den Berggipfel meiner Phantasien im Sturm, ich konnte mich praktisch nicht dagegen wehren.
Also schaltete ich wieder auf Turbomodus und schrieb alle, die in der Branche dafür in Frage kamen, an. Vor meinem Exposé gab es kein entrinnen, schließlich wartete die Buchbranche nur auf einen neuen Autor mit dergestalt Potenzial. Scherz beiseite. Die Absagen ließen nicht lange auf sich warten und eine davon hatte das Potential mich zum Umdenken zu bewegen.


"Wir haben Ihren Text mit Interesse gelesen, müssen Ihnen aber leider eine Absage erteilen. Ihre Leseprobe hat uns grundsätzlich gut gefallen. Allerdings sehen wir im Moment wenig Chancen, dass sich Ihr Projekt auf dem heftig umkämpften Markt durchsetzen wird. Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage müssen Verlage genau abwägen, welche Bücher tatsächlich die geforderte Breitenwirkung erreichen können. Unglücklicherweise fallen diesen Überlegungen auch viele schöne Projekte zum Opfer."

Dankbar bin ich dafür, dass trotz der in der Branche überall kommunizierten Message, ein Manuskript darfst du einreichen, aber auf ein Feedback darfst du nicht hoffen, viele Agenturen sich die Zeit für eine Absage nahmen. Oft gar mit einem winzigen Kommentar zur Qualität des Skriptes versehen. Die oben gepostete positive Kritik einer Agentur führte zu einer Änderung meiner Kampftaktik, jetzt wo mir klar wurde, dass ich mir die falschen Sparringpartner ausgesucht hatte.
Unendlich viel Zeit verbrachte ich damit, passende Verlage für mein Projekt zu finden und stellte fest, dass es kein Wunder gewesen war, dass die Agenturen dankend abgelehnt hatten. Einen Verlag auszusuchen für ein künftiges Buch, das nicht History, nicht Fantasy und nicht Thriller ist und wieder doch, war nicht einfach. Ich stürzte mich zunächst auf den Bereich Fantasy. Da die Welt im Roman 500 Jahre v. C. durchaus Züge eines Fantasy Epos hatte. Die vielen Absagen gaben den Agenturen recht, einige positive poste ich dennoch exemplarisch weiter unten.


"... vielen Dank für Ihr Publikationsangebot Der Keltenprinz.
Wir haben Ihren Manuskriptvorschlag mit Interesse geprüft, leider konnte  die Leseprobe nicht alle in der Lektoratsrunde überzeugen, und wir haben uns schließlich dagegen entschieden, das gesamte Manuskript anzufordern."

"Prinzipiell finde ich die Grundhandlung sehr spannend, bin aber aufgrund des 15-jährigen Protagonisten von einer weniger brutalen Entwicklung ausgegangen. Der Vertrieb fragt hier zurecht, für welchen Leser der Roman ist, wie sie es verkaufen sollen, für Jugendbuch deutlich zu blutig (wenn auch natürlich die Gewalt mit Zeit & Inhalt sinnvoll begründet ist), erwachsene Leser werden sich am 15-jährigen Jungen Crix stören. Ebenso ist der Mix zwischen historischem Roman, Fantasy und sehr starken Thrillerelementen eine zu starke Genre-Mischung.
Sie erhalten also von mir leider eine Absage, zumindest in unserem Bereich werden wir den Stoff nicht an die Shops bringen können, die eine sehr klare Zuordnung der Inhalte wünschen. Aber nachdem ich die Leseprobe kenne und auch Ihr Exposé, würde ich Ihnen raten, es bei einem Printverlag mit größerem Fantasyprogramm wie Piper, Heyne oder Knaur Fantasy / Tor zu probieren - Struktur und Talent sind zweifellos da. Diese können Autoren im Genre nachhaltiger aufbauen, d.h. den Genre-Mix im Zweifel auch eher etablieren und bei den Buchhandlungen durchsetzen."     

"... befindet sich der Verlag seit heute in Auflösung und so werden zukünftig leider keine weiteren Werke mehr verlegt. Die Nachricht hat auch mich sehr plötzlich getroffen, so dass ich mich leider erst heute melden konnte. Ich möchte mich sehr wohlwollend zu Ihrem Werk äußern, das wir vermutlich tatsächlich angenommen hätten. Bitte versuchen Sie es trotzdem weiter, die Geschichte sollte gelesen werden. Alles Gute!"

 "Ihre Idee hat mir gefallen und Sie schreiben auch sehr gut, aber xxx ist ein kleiner, regional ausgerichteter Verlag. Aus der Fülle an Manuskriptangeboten müssen wir sehr sorgfältig auswählen, welche Bücher wir machen können und welche nicht. Leider gibt es heutzutage viele Aspekte wie Vertrieb, Vermarktung etc., die man als Verlag in Erwägung ziehen muss."

"Ihre Unterlagen haben wir intensiv geprüft, müssen Ihnen jedoch leider mitteilen, dass wir uns gegen eine Veröffentlichung entschieden haben.
Der Text ist kundig geschrieben, wir sehen jedoch keine erfolgversprechende Nische in unserem Programm."

Erneut war ich für die vielen Antworten dankbar, die ich keinesfalls als selbstverständlich betrachten wollte. Die hier aufgezählten gaben mir den Mut nicht aufzugeben, weiterhin an mich zu glauben. Und erneut traf ich eine Auswahl an möglicherweise passenden Verlagen und versandte das Exposé. Und erneut musste ich mich in Geduld üben. 

Galizien meinte es gut mit uns. Im August 2017 brieten wir bei einem Bombenwetter gemeinsam am Strand als mich, dank allgegenwertiger Technik, schließlich die Nachricht ereilte, dass Crix endlich ein Zuhause gefunden hatte. Mein Jubeln hallt bestimmt heute noch durch die Bucht in Espasante.

 

 

 

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